Bluse Lilly von Schnittmuster Berlin

Schon letzten Herbst durfte ich  von Schnittmuster Berlin zwei Schnitte auswählen, um Designbeispiele zu nähen. Dass ich die Bluse Lilly nähen will, stand sofort fest. Ein Schnitt, wie er mir gefällt: schlicht und trotzdem mit Stil.

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Die Bluse hat einen schönen V-Ausschnitt, der in einer tiefen Falte endet, die der Bluse eine lässige Weite gibt. 

Dazu passend sind die Ärmel ganz gerade geschnitten. Ein Plus für Nähanfänger und alle, die nicht soviel Geduld für Ärmelschlitz und Manschette haben. Anfangs war ich skeptisch, ob das etwas für mich ist, aber ich wurde sehr positiv überrascht. Es sieht einfach gut aus.

Mein Style

Schon öfters habe ich geschrieben, dass ich meine Ärmel am liebsten hochschiebe oder kremple. Das funktioniert hier prima. Der Ärmel ist genau so weit, dass er gekrempelt und bis zum Ellbogen hochgeschoppt werden kann. 

Durch die lässige Weite kann ich die Bluse vorne in die Hose stecken und hinten trotzdem länger lassen - prima für den Lagenlook.

Meine Erfahrungen mit dem Schnitt

Der Schnitt enthält die Nahtzugabe und kann als Mehrgrößenschnitt oder in nur einer Größe bestellt werden.

Größenwahl
Ich habe mich bei meinem Mehrgrößenschnitt für meine Kaufgröße entschieden. Laut der Maßtabelle hätte ich eine Nummer größer nähen müssen. Ausschlaggebend war für mich jedoch die Schulterbreite, die ich mit einer gut sitzenden Bluse verglichen habe. Und da die Bluse sonst relativ weit ist, hatte ich keine Bedenken, dass sie zu klein werden könnte.

Die Länge meiner Ärmel und der Bluse sind übrigens genau wie im Schnitt vorgegeben. Vor allem die Ärmel sind schön lang, was mir sehr entgegenkommt, da ich da bei gekauften Blusen immer Probleme mit zu kurzen Ärmeln habe.

Einzige Änderung:
Brustabnäher bei Blusen sitzen bei mir nie richtig. Deshalb  habe ich diese im Schnitt schon etwas verkleinert und für mich richtig platziert. Aber bei der Anprobe hat mir das nicht so gefallen, so dass ich diese letztendlich ganz weggelassen habe. Grundsätzlich würde ich das aber nicht empfehlen.
Ich nähe gerade noch eine Bluse Lilly in einer größeren Größe und da passen die Brustabnäher sehr gut.

Jetzt habe ich euch noch fotografiert, wie einfach der Ausschnitt mit der Falte zu nähen ist.

Der Ausschnitt wird komplett mit dem Beleg verstürzt. Die Nahtzugabe habe ich schmalkantig nur auf dem Beleg abgesteppt, so dass auf der rechten Seite keine Naht zu sehen ist. Ich finde, das passt sehr gut zum schlichten Schnitt.

Dann wird die vordere Falte gelegt. Dabei markieren die Ecken des verstürzten Ausschnittes die Umbruchlinien.

Mit einer Quernaht auf der rechten Seite wird die Falte fixiert.

Die kragenlose Bluse wird mit einer verstürzten Passe genäht. Wie das geht, zeige ich euch hier mit einem ausführlichen Tutorial.

Und so kombiniere ich meine neue Bluse auch gerne: mit dabei mein Samtblouson und natürlich eine Cambag Tessa.
Auf Instagram zeige ich übrigens jeden Freitag ein neues Flatlay #flatlaycrearesa, das zeigt, wie ich meine selbstgenähten Taschen und meine genähte Kleidung mit gekauften Sachen zu Lieblingsoutfits kombiniere.  Die schöne Flatlay-Idee stammt kommt von @moritzwerk und wer mitmachen will, postet jeden Freitag Selbstgenähtes unter #flatlayfridiy.

Und noch etwas: Schaut mal bei Schnittmuster Berlin vorbei, dort ist in den letzten Tagen die neue Schnittmuster-Kollektion in den Shop eingezogen.

Liebe Grüße Rest

Schnitt: Bluse Lilly, bei Schnittmuster Berlin als Papierschnitt zu bestellen
Stoff: Gewebte Viskose, vor Ort gekauft.

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