Enges Shirt aus Jersey – Basicschnitt

Heute möchte ich euch mein Jerseyshirt vorstellen, das ich schon letzten Winter genäht habe. Es ist das zweite selbstgenähte Teil, seit ich - nach 18 Jahren -  wieder angefangen habe zu nähen. Und welche Ausmaße mein wiederentdecktes Hobby Nähen annehmen würde, hätte ich mir letzten Winter nicht träumen lassen.

Stoffwahl Viscosejersey

"Schuld" an allem ist die liebe Anna von birdsandbeesdesign. Hat sie doch letzten Herbst mitten in unserer kleinen 5000-Einwohnergemeinde einen Stoffladen aufgemacht. Und da musste ich in den Eröffnungstagen unbedingt mit meiner Tochter vorbeischauen. Und ich sage euch: ich war geplättet. So viele bunte schöne Jerseys und Baumwollstoffe hatte ich noch nie auf einmal gesehen.

Ob da auch was für mich dabei ist? Bei dieser Auswahl muss doch was zu finden sein. Und so war es auch. Der Viscosejersey mit Paisley-Muster hatte es mir sofort angetan. Und genau meine Farben. Zufällig hatte ich meinen hellgrauen Cordrock, meinen grauen Teddy-Mantel und mein rosafarbenes Tuch an. Wow - ich wusste sofort, dass es ein schlichtes Shirt werden sollte. Für mich nähe ich lieber aus Viskose-Jersey, einfach, weil er weicher fällt als Baumwolljersey.

Schnitt für das Basic-Shirt

Spontan hatte ich an ein Kurzarm-Shirt gedacht, aber dann hatte ich doch genügend Stoff für 3/4-Ärmel mitgenommen. Und da habe ich schon ein Ringelshirt, das einfach gut sitzt. So sollte der Schnitt werden. Also habe ich wieder gebastelt. In einem Burdaheft habe ich einen ähnlichen Schnitt, allerdings für ein Kleid, gefunden, den ich dann mit meinem Shirt verglichen und entsprechend angepasst habe. Mit dem Ergebnis bin übrigens sehr zufrieden.

Ich hätte ja auch im Internet nach einem Schnitt suchen können, aber auf diese Idee bin ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gekommen. Unvorstellbar - ich wusste noch gar nichts von den vielen schönen Nähblogs und tollen Schnittmustern.

Verarbeitung des Shirts

Wie immer habe ich mangels anderer Möglichkeit alles mit meiner Haushaltsmaschine genäht. Alle Nähte habe ich mit einem elastischen Stich, der gleichzeitig versäubert, geschlossen. Den Halsausschnitt habe ich mit einem Streifen Jersey eingefasst. Den Armabschluss bilden Bündchen aus demselben Stoff. Dadurch wurden die Ärmel noch um ein paar cm länger. Den Saum unten habe ich mit einem 3-fach Geradstich umgenäht. Diesen Stich verwende ich gerne, da er sehr elastisch ist und der Faden einfach nicht reißt, egal wie groß der Zug ist.

Zuschnitt bei großen Mustern

Eins möchte ich noch erwähnen: Der Stoff hat ein großes symmetrisches Muster und ich habe lange überlegt, wie ich das Shirt zuschneide.​ Vorne wollte ich das symmetrische Muster eigentlich gar nicht, sondern nur hinten. Vorne konnte ich dann den Schnitt so auflegen, dass mein Shirt vorne in der Mitte genau auf die Stelle zwischen den symmetrischen Mustern trifft. Beim Rückenteil habe ich darauf geachtet, dass die rückwärtige Mitte genau auf die Mitte es Musters trifft. Und zum Glück war dann an der Seite noch genügend Stoff für die Ärmel übrig.

Mein Tip (vor allem für mich selber ;-): Bei großflächigen und symmetrischen Mustern am besten zum Stoffkauf das Schnittmuster mitnehmen, oder von vornherein schon  etwas mehr Stoff kaufen.

Diese Kombi habe ich letzten Winter so gerne getragen. Vor allem auch meinen Teddy-Mantel. Am liebsten würde ich mir für diesen Winter einen ähnlichen Mantel ohne Kragen in einem Blauton nähen... noch bin ich auf der Suche nach einem schönen Stoff.

Und heute darf ich mich mal wieder mit RUMS verlinken. Bin gespannt auf die anderen Beiträge.

Liebe Grüße Rest

4 Comments

  1. Hallo Resa,
    ein tolles Shirt, dass dir sehr gut steht. Perfekt mit dem grauen Kordrock, dem Mantel und dem altrosa Tuch. Sehr schön, so macht der Herbst Spaß. Ich bewundere dich, dass du das schöne Stück noch mit deiner Nähmaschine genäht hast…ich kann mir ein Leben ohne Overlock gar nicht mehr vorstellen und damals habe ich fast nur Kindersachen genäht und 2 Shirts für mich, dass hat mir an meiner Nähmaschine schon gereicht UND mein Mann musst warten, bis ich eine Overlock habe, damit er auch benäht wird…Die Strecken waren mir einfach zu lang ;-P
    Ich wünsch dir sehr viel Freude mit dem Shirt und grüße dich herzlich
    Jana

    1. Liebe Jana,
      vielen Dank, freut mich natürlich, dass dir mein Outfit gefällt.
      Ja, die Sache mit der Overlock…. es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis ich auch eine bei mir stehen habe 🙂 Geht bestimmt einiges sehr viel schneller. Aber irgendwie war ich auch immer ein bisschen stolz, dass ich wirklich alles auch mit der Haushaltsmaschine nähen konnte. Als unsere Kinder klein waren habe ich wirklich fast alles selber genäht, sogar auch ganz viele Jacken für die Kinder, für mich und auch für meinen Mann. Er hatte mindestens zwei Bomberjacken – jetzt wär es wieder modern 😉 Und bei gefütterten Teilen sieht man das Innenleben ja gar nicht….. Anfangs wollte ich mir keine Overlock leisten, und als ich es mir dann überlegt habe, habe ich wieder angefangen zu arbeiten und das Nähen, bis auf ganz wenige Sachen (Änderungen :-(( ), aufgehört.
      LG Resa

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