Erstes Overlock-Projekt

Aus Slubjersey - kann man wohl  frei mit  "ziemlich schlabbriger Jersey" übersetzen, habe ich mir ein Shirt genäht - und ich muss sagen, ich liebe es!

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Aber zuerst zu meiner neuen Overlock

Hier steht sie, beziehungsweise stand sie - meine neue und erste Overlock-Nähmaschine! Drei Tage unausgepackt, bis ich endlich Zeit hatte für meine ersten Nähversuche.  Dass ich jetzt endlich auch eine Overlock haben will, stand schon länger fest, aber welche? 

Beim ersten Nähtreff der  #sew7 - Nähnerds rund um Stuttgart - durfte ich mein Bluse aus dem feinen Voile mit einer Overlock meiner Nähkolleginnen versäubern. Das sah schon besser aus, als mit einer Haushaltsmaschine und ich habe bei meinen Insta-Freunden nachgefragt, wie die Erfahrungen mit den Overlocks sind. Fast alle Näherinnen waren mit ihren Maschinen zufrieden, ob teure oder günstigere Modelle.

Trotzdem - um sich tolle Kleidung zu nähen, oder um überhaupt mit dem Nähen anzufangen, braucht man keine Overlock. 

Viele, viele Jahre habe ich alles für meine Kinder und für mich mit einer normalen Haushaltsmaschine genäht und oft musste ich die letzten Wochen daran denken, wie gut ich bisher mit meinen Nähmaschinen zurechtgekommen bin. 

Meine erste Nähmaschine hat mir meine handarbeits-begeisterte Mutter gekauft, als ich 16 war. Es war eine der ersten elektronischen Nähmaschinen von Singer mit elastischen Stichen und vielen Zierstichen. Ich glaube, meine Mutter wollte auch eine moderne Nähmaschine im Haushalt haben - dabei hat sie nie mit meiner neuen Maschine genäht, sondern näht noch heute mit ihrer Pfaff mit Fußantrieb. Ich finde das schon unglaublich.

Ich jedenfalls habe mit meiner neuen Maschine genäht und genäht und genäht. Zuerst für mich und 9 Jahre später dann auch für meine Kinder. Bis die Singer irgendwann den Geist aufgegeben hat. Ein bisschen stolz war ich, als mir der Nähmaschinen-Reparateur sagte, er hätte noch keine normale Haushaltsmaschine gesehen, mit der soviel genäht wurde.  
Seither nähe ich mit einer Pfaff mit der ich bis heute zufrieden bin.

Schon vor Jahren dachte ich an eine Overlock-Maschine, aber dann kam der Hausbau, der Garten und der Wiedereinstieg in den Beruf und das Nähen hatte ich so gut wie aufgegeben.

Aber jetzt nach meinem Wiedereinstieg - nicht in den Beruf - sondern in mein altes Hobby - wollte ich mir eine gute Maschine gönnen. Die imagine von Babylock ist es geworden. Gekauft habe ich sie im Nähpark Schweizer, in der Niederlassung in Schwäbisch Gmünd. Kurz habe ich überlegt, ob ich die Maschine nicht lieber im Internet bestelle, da wäre sie auch bei Schweizer günstiger gewesen, aber ich hätte auch keine Schulung bekommen. Doch die persönliche Beratung und Einweisung war es mir dann wert. 

Mein erstes Shirt habe ich allerdings ohne Einweisung genäht. Genau nach Gebrauchsanweisung habe ich meine Overlock ausgepackt und aufgebaut, eingefädelt und ein paar Einstellungen ausprobiert. Als der erste Stich ganz gut aussah, konnte ich nicht länger warten und wollte unbedingt was "Gescheites" nähen.

Stoff für mein erstes Projekt

Bei Pepelinchen gab es Ende Juni den Slub-Jersey, einen leichten,  weichen und sehr elastischen  Viskosejersey mit ganz leichter Struktur,  im Rahmen ihrer Aktion "ein Stoff viele Möglichkeiten" im Angebot. Weiß und blau hatte ich mir bestellt, aber mit meiner Maschine hatte ich nur weißes Garn gekauft. Ein Paket mit verschiedenen Farben sollte ich erst bei der Einweisung ein paar Tage später bekommen.  Also habe ich zum weißen Stoff gegriffen. 

Schnitt für mein Kurzarmshirt

​Als Schnitt habe ich das Blusenshirt Meli von Ingrid von b-patterns.com ausgewählt. Ein Shirt mit Raglanärmeln, das sowohl aus Webware als auch aus Jersey genäht werden kann. Allerdings sollten meine Ärmel jetzt im Sommer so kurz wie möglich sein, weshalb ich den Schnitt etwas abgeändert habe. Auf dem Bild oben habe ich meine Änderungen eingezeichnet: Ärmel kürzer und Ausschnitt vorne etwas tiefer.  Schon war der Schnitt für ein Sommertop fertig. Das Shirt ist nach unten etwas ausgestellt und hat mir in Größe 40 auf Anhieb gepasst.

Wenn man das Shirt ohne  Puffärmel näht, hat der Raglan-Ärmel oben einen kleinen Abnäher, was dem Shirt eine tolle Passform verleiht.

Das Nähen mit der Overlock hat so Spaß gemacht, weil ich einfach keine Angst haben musste, dass die Nähte durch die Maschinen-Naht wellig werden. Und das Einfassen mit einem Bündchen-Streifen aus dem Jersey hat auf Anhieb geklappt. 

Am Saumabschluss habe ich statt eines Bündchen ein leichtes Gummi eingenäht. Dieses habe ich im ersten Schritt mit der Overlock an das Shirt genäht, dann nach innen umgeschlagen und mit einer Zwillingsnadel von rechts festgenäht.

So lässt sich das Shirt schön nach oben schoppen.​

Mit meinem ersten Shirt bin ich rundum zufrieden! Das hat schon mal ohne Schulung geklappt und ich war gespannt, was ich bei der Schulung, die heute morgen stattgefunden hat, noch alles lernen würde. Aber davon berichte ich euch beim nächsten Projekt.

Jetzt noch schnell verlinkt bei  Pepelinchen - ein Stoff viele Möglichkeiten  und Rums.

Liebe Grüße Rest

2 Comments

  1. Glückwunsch zur neuen Maschine! Da hast du dir ja etwas Feines gegönnt 🙂
    Ich hab früher auch viel genäht, dann eine längere Pause mit diesem Hobby gemacht und nun vor ein paar Jahren wieder mit Begeisterung weitergenäht. Eine Ovi hatte ich mir schon damals als die Kinder klein waren angeschafft. Dadurch bekamen sie tolle bunte Leggins und Nickikleidung, als es soetwas noch nicht in so vielen Varianten wie heute zu kaufen gab. Noch heute nähe ich mit der damals gekauften Ovi und bin zufrieden.
    Ich bin gespannt, was du als nächstes nähst.
    Liebe Grüße
    Sonni

    1. Liebe Sonni, dann sind wir ja beide Wiedereinsteigerinnen 👍 Bei uns gab es in der Nähe einen Werksverkauf für Nicki und Frottee und das ging zum Glück auch ohne Overlock und groß und klein wurde mit Schlafanzügen ausgestattet😊.
      GlG Resa

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