Samtblouson mit gestrickten Bündchen

Schon im September hatte ich vor, mir diesen Blouson zu nähen. Jetzt habe ich es endlich geschafft. Gerade noch rechtzeitig bevor ich nur noch an Frühjahrsmode denken mag.

Der schöne Samtstoff fiel mir in die Hände, als ich mit meiner Tochter einen ganzen Tag in Stuttgart war, um dort möglichst alle Stoffläden zu erkunden. Der Plan, daraus einen gefütterten Blouson zu nähen, stand sofort fest. Was offen blieb, war die Frage, welche Bündchen ich an den Blouson nähen will. Auf der Suche nach Retro-Bündchen bin ich weder in einem Stoffgeschäft, noch im Internet fündig geworden. Die Cuff-Me Bündchen von Albstoffe und Hamburger Liebe waren zwar schon angekündigt, aber noch lange nicht im Einzelhandel erhältlich. Und ob dann eine passende Farbe dabei wäre, war auch noch ungewiss. 

Also habe ich mich nach langem hin und her entschlossen, Bündchen selber zu stricken. Das hatte ich tatsächlich schon einmal in meiner Jugend für eine Winterjacke gemacht. Warum es nicht wieder probieren? Aber ich wollte nicht von Hand stricken, sondern mit der Strickmaschine meiner Mutter aus den 60-er Jahren und zwar aus der bewährten Regia Strumpfwolle von Schachenmayr. Das Rot ist vielleicht ein bisschen zu weinrot, aber am fertigen Blouson, der je nach Sicht auch ganz dunkel schimmern kann, gefällt es mir jetzt recht gut.

Das Sticken war übrigens ein kleines Abenteuer, da die Stickmaschine schon mehrere Jahre nicht mehr benutzt wurde. Zusammen mit meiner Mutter hat es dann doch geklappt und viel Spaß gemacht. Auf Instagram habe ich euch ja schon ein kleines Video davon gezeigt.

Schnitt für den Blouson

Letzte Woche habe ich euch meinen ungefütterten Leoparden-Blouson aus Jersey gezeigt, den ich nach einem Schnittmuster von Schnittmuster Berlin genäht habe. Das war sozusagen mein Probestück. Schultern, Ärmel und Länge sitzen sehr gut, aber zweimal denselben Blouson zu nähen, fand ich etwas langweilig.

Außerdem hatte ich da noch ein anderes Jäckchen im Auge, das ich in einer Nähzeitschrift gesehen hatte und an eine Jeansjacke erinnerte.

Und nicht zuletzt besitze ich ein dünnes Sommerjäckchen mit genau diesen Teilungsnähten. Warum sollte eine leichte Taillierung bei meinem Samtjäckchen nicht auch funktionieren?

Also habe ich das Schnittmuster für die Jeansjacke hergenommen und die Einteilung der Passe und der Teilungsnähte auf meinen Blousonschnitt übertragen.

Die Seitennähte habe ich zum Bund hin enger genäht und bei den Teilungsnähten eine leichte Taillierung eingearbeitet (grüne Linien). 

Zum Schluss habe ich die Jacke noch komplett gefüttert. Wie das geht, will ich euch zu einem späteren Zeitpunkt erklären. 

Erstaunlich schnell war der letzte Schritt, das Eindrücken der Druckknöpfe mit der Prym-Variozange, erledigt.

Fotografiert hat übrigens meine Tochter bei uns im Ort auf dem Schulberg. Manche Bilder sind schon ganz gut geworden, aber mir fehlt immer noch das Know-How und vielleicht auch das richtige Objektiv. Aber ich arbeite daran 😉

Liebe Grüße Rest

Verlinkt mit RUMS

Werbung:
Schnittmuster: Grundschnitt war Jäckchen Birgit von Schnittmuster Berlin mit vielen Anpassungen
Stoffe:
Samt vom Stoffmarkt Riccio Reichelt in Stuttgart
Futter von Kurzwaren Berger

Bündchenwolle: Regia 4-fach von Schachenmayr

6 Comments

  1. Tolle Jacke, die Bündchen gefallen mir viiiiiiel besser als die gekauften, mit denen inzwischen fast jeder seine Sachen näht. Habe auch eine alte Strickmaschine rumstehen, vielleicht sollte ich das auch mal versuchen. Liebe Grüße von Mo

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