Eine Dose nähen – Schmuckdose Tessi

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Darf ich sie dir vorstellen? Die Schmuckdose Tessi - ein wahrlich schmuckes Täschchen für alles, was dir lieb und teuer ist. Mit diesem Schnittmuster kannst du wunderbare kleine runde Dosen nähen, z.B. für deine Schmuckauswahl für den Urlaub - oder auch als Geschenk für alle, die gerade anfangen Schmuck zu sammeln.

Die Dose hat einen Durchmesser von 10 cm, ist 5 cm hoch und wird mit einem Reißverschluss verschlossen. Besonders praktisch sind die Einleger für Ringe und Ohrstecker. 

Alle Stoffe und Zutaten, die ich vernäht habe, findest du bei Snaply im Shop. Für den Außenstoff eignet sich am besten Canvas oder ein anderer fester Baumwollstoff. Kunstleder habe ich auch schon vernäht, aber der runde Deckel gelingt mit Stoff einfach besser. Es bieten sich natürlich auch Stoffkombinationen an.

Alles verwendeten Materialien habe ich >> unten am Ende des Beitrag verlinkt.

Ich weiß schon, was ich bei nächster Gelegenheit meinen Freundinnen schenken werde: Schmuckdosen. Und so unterschiedlich wie die Frauen sind, so unterschiedliche Stoffe habe ich für meine Beispiele ausgewählt. Aber die Schmuckdose mit den silbernen Rauten werde ich behalten. Sie passt zu mir und meinem Silberschmuck.

Besonders edel finde ich auch diesen Canvasstoff, der mit goldenen Mandalas bedruckt ist. Gefüttert habe ich diese genähte Dose mit schlichtem weißem Baumwollstoff.  Sie passt perfekt zu meiner Freundin, die mir auch ihren Goldschmuck für die Fotos ausgeliehen hat.

Wie näht man eine Dose?

Mit jedem neuen Schnittmuster entstehen kleine Anleitungen, die auch für andere Projekte hilfreich sein können. Drei Tutorials picke ich deshalb heute heraus und stelle sie hier vor. 

1. Tutorial: Gerade Kante an eine Rundung nähen

Bei vielen Taschenprojekten müssen gerade Kanten an Rundungen genäht werden, zum Beispiel auch bei der Cambag Tessa.

Typisch für eine Dose sind der kreisförmige Boden und die Seitenwand, die aus einem Rechteck besteht.

Um die gerade Kante der Seitenwand an die Rundung des Bodens zu nähen, musst du ein paar Dinge beachten:

a) Nahtlinie einzeichnen und Markierungen übertragen

Die Länge der geraden Kante ist immer auf den Umfang des Kreises abgestimmt - und zwar auf den Umfang an der Stelle, wo genäht werden soll. Nähst du weiter innen im Kreis, wird dein Ring zu weit sein, nähst du weiter außen im Kreis, wird die Weite des Ringes nicht ausreichen. 

Je kleiner deine Tasche ist, umso genauer musst du arbeiten!

Zeichne deshalb die Nahtlinie und alle anderen Markierungen auf dem zugeschnittenen Boden ein. An den Markierungen knipst du noch zusätzlich mit der Schere in die Nahtzugabe ein.

Im Schnittmuster für die Dose ist deshalb das Schnittmuster für den Boden einmal mit Nahtzugabe (für den Zuschnitt) und einmal ohne Nahtzugabe (zum Markieren) enthalten.

b) Nahtzugabe im Außenring einknipsen

Genauso wie beim Boden musst du auch beim Außenring alle Markierungen vom Schnittmuster auf den Stoff übertragen. 

Jetzt musst du noch an allen Rundungen - im Falle einer Dose also ringsherum - die Nahtzugabe in kurzen Abständen (1 cm) mit einer Schere  bis kurz vor die Nahtlinie einschneiden.  Dadurch lässt sich der Ring nachher ganz einfach an den Boden legen.

Wenn dein Ring geschlossen ist, wird dieser an den Boden geklammert.  Klammere zuerst an den Markierungen und danach auch dazwischen. Achte darauf, dass die flachen Seiten der Klammern unten (auf dem Boden) sind.  Klammere so, dass die Spitze der Klammer genau auf der Nahtlinie endet. 

Kontrolliere auch am Boden, ob die Spitzen der Klammern auf die eingezeichnete Nahtlinie treffen. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.  Nähe mit dem Reißverschlussfuß den Ring fest. Die Nadel muss ganz links stehen.

Jetzt musst du nur noch die Nahtzugabe zurückschneiden und am besten versäuberst du die Naht mit einem engen Zickzackstich.  Wende die Dose. Da du mit dem Bügeleisen nicht so gut an an die Kante kommst, arbeitest du mit deinen Fingern eine schöne Form heraus. 

2. Tutorial: Nahtzugabe einfassen

Wenn die Naht der Dose nicht im Futter verschwindet, sondern im Innern der Tasche sichtbar bleibt, sieht es schöner aus, wenn du diese noch mit einem Schrägband einfasst. Ich nehme dazu gerne einen selbst zugeschnittenen 3,5 cm breiten  Streifen. Dieser legt sich am besten um die Naht, wenn er im schrägen Fadenlauf zugeschnitten ist. Wenn du die Nahtzugabe eines Kreises einfasst, muss das Band ca. 2,5 cm länger als der Umfang sein. 

Mit der folgenden Beschreibung kannst du natürlich auch eine gerade Kante einfassen. Die Fotos sind aus der Anleitung der Minibag Tessi 1, die genauso genäht wird wie die Schmuckdose Tessi.

Lege den Streifen so vor dich hin, dass die linke Stoffseite oben ist. Schlage das rechte Ende des Schrägstreifens 1 cm nach links um. Klammere den Anfang rechts auf rechts an die Nahtzugabe deiner Dose (siehe Foto). 

Lege dein Nähwerk so unter die Nähmaschine, dass das Band unten liegt und du auf der bereits vorhandenen Naht nähen kannst. Wenn du - wie hier - die Nahtzugabe an einem Ring einfassen willst, nimmst du am besten das Reißverschlussfüßchen und stellst die Nadel ganz nach links.

Du musst den Schrägstreifen beim Annähen etwas dehnen.  Nähe rings herum, bis sich der Kreis schließt. Nähe 1,5 cm über den Anfang hinaus. Schneide das Schrägband ab, falls es zu lang ist.

Anfang und Ende des Schrägbandes werden an der schmalen Seite aufeinander genäht. Klappe das Schrägband doppelt nach außen und lege es dabei um die Nahtzugabe.

Nähe das Band schmalkantig fest. Jetzt sieht deine Dose auch von innen sauber verarbeitet aus und hat eine schöne Form.

3. Tutorial: Boden der genähten Dose nachträglich verstärken

Den letzten Schliff erhält die genähte Schmuckdose, wenn du den Boden noch so verstärkst, dass du die Dose unten halten kannst, um sie zu öffnen und zu schließen. 

Dafür eignet sich die ganz schwere Schabrackeneinlage S133 von Vlieseline. 

Schneide mit Hilfe des Schnittmusters für die Bügeleinlage (dieses ist 2 mm kleiner als der Boden) einen Kreis aus der festen Schabrackeneinlage aus. Ich habe hier als Beispiel einen zweiten Kreis aus silbernem SnapPap zugeschnitten und auf die feste Einlage genäht.

Wende die Dose auf links und lege den zusätzlichen Boden in die eingefasste Nahtzugabe. Eventuell musst du jetzt noch die Größe korrigieren. Du kannst den Boden auch mit Textilkleber oder doppelseitigem Klebeband festkleben. Aber eigentlich hält er auch einfach so. Stülpe den Rand der Dose wieder auf rechts. Der Boden liegt unter der eingefassten Nahtzugabe fest in der Dose.

Für meine goldene Schmuckdose habe ich die feste Einlage mit Stoff bezogen. Auf den Stoff habe ich zuvor einen kleineren Kreis aus Volumenvlies H630 gebügelt. So sieht die Einlage wie gepolstert aus.

Den größer zugeschnittenen Stoff musst du in kurzen Abständen einschneiden und um die Kante der festen Einlage kleben. Dann legst du den festen Boden wie beschrieben in die Dose. 

Und noch zwei genähte Schmuckdosen

Außen Canvas mit Weltkartendruck, innen weiße Baumwolle, verstärkt mit Decovil 1. Die Details sind aus Leder.

Diese Schmuckdose habe ich aus schwarzem Kunstleder genäht. Der Deckel ist aus Oilskin mit einem Kreisausschnitt, den ich mit bedrucktem SnapPap unterlegt habe. Für die Einleger habe ich zwei Lagen SnapPap zusammengenäht. 

Hast du Lust bekommen auch ein Dose zu nähen? Das Schnittmuster findest du hier in meinem Shop.

Liebe Grüße Rest
Snaply Nähkram Banner

Dieser Beitrag wurde von Snaply gesponsert.

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